Nachträgliche Objektlegalisierung

… oder die Frage: “Was gehört Ihnen wirklich?”
Ein kurzes Beispiel:
• Sie vermessen Ihr Haus und kommen auf 174 qm
• im Grundbuch sind jedoch 95 qm eingetragen
• im Kataster 267 qm
• im Makler Expose 210 qm
“……….Was stimmt denn nun???”
Leider sind solche Situationen Alltag in Spanien, da alle spanischen Institutionen, wie Grundbuch, Kataster und Bauamt nicht zusammenarbeiten.
Erst seit 1999 ist Spanien “bemüht” das Kataster mit dem Grundbuch zu vernetzen – oder einfach die Katasterreferenznummern, im Grundbuch zuvermerken. Aber die Daten werden nicht abgeglichen, und erst recht nicht angeglichen!
“………. Aber was ist denn nun richtig? Welcher Wert zählt?”
Nach Möglichkeit zählt das, was Sie sehen und somit gekauft haben, aber in vielen Fälle wurde aus Unwissenheit oder falscher Steuersparabsicht, der Um – und Ausbau nicht legalisiert.
Dabei ist dies die günstigste Methode, in Spanien Gelder in einem Haus offiziell zu investieren, da nur 1,2% Steuer fällig werden.
“………. günstiger geht es nun wirklich nicht!!!”
Wie fast alles in Spanien ist auch das eine Bringschuld gegenüber dem spanischen Staat, die gespeicherten Daten zu prüfen und gegebenenfalls zu korregieren. — Wer weiss, vielleicht zahlen Sie ja schon seit Jahren zu viel jährliche Grundsteuer?
Wie hoch ist der Katasterwert?
Wir prüfen nicht nur Ihr Haus im Falle eines Kaufes auf Herz und Nieren, auch prüfen wir die Papiere und Legalität des Baukörpers ( — damit Sie nicht wie “Tennissternchen” Ihr halbes Haus einreissen müssen, weil es nicht legalisiert war).

 

Die Legalität von Immobilien war in der Vergangenheit ein immer wieder erneut thematisiertes Problem in der Presse. Gerade nach den Korruptionsskandalen der letzten Jahre in Puerto de Andratx und anderen Gemeinden auf Mallorca – hier wandelte man Naturschutzgebiete kurzerhand in Bauland um – wurden Investoren aufgrund der empfundenen Rechtsunsicherheit häufig abgeschreckt. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade ausländische Investoren ohne „Mallorca-Erfahrung“ mittlerweile immer öfter bereits in der Vorkaufsphase Rechtsanwälte einschalten, um eventuelle Rechtsschwierigkeiten zu vermeiden.

Die häufigsten Fälle von illegaler Flächennutzung stellen aber nicht unrechtmäßig deklariertes Bauland dar, sondern ohne Baugenehmigung hergestellte Überdachungen, An- und Umbauten oder das allseits beliebte nachträgliche Bauen eines Schwimmbads. Oftmals sind diese Bauteile nachträglich zu legalisieren, indem ein Legalisierungsprojekt beim zuständigen Bauamt eingereicht wird, wobei der Erfolg dieses Verfahrens natürlich immer von der Größe des Grundstücks und der damit generell vorhandenen bebaubaren Fläche abhängt. Auch ist es möglich, dass diese illegal erstellten Bauteile nicht nachträglich zu legalisieren sind, beispielsweise wenn diese gegen gültige Normen oder Gesetze verstoßen.

Im Jahr 2014 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das auch die Möglichkeit der Legalisierung von bislang nicht legalisierbaren Bauten eröffnet. Mit Hilfe dieses Gesetzes können nunmehr – allerdings zeitlich begrenzt und nur unter bestimmten Voraussetzungen – selbst illegal erstellte Bauten in geschützten Zonen nachträglich legalisiert werden.

Unsere Leistungen

Object-Checking / Due Diligence

Sachverständigengutachten / Bewertungen

Erbschaften

Legalisierungen

Kataster- und Grundbuchberichtigungen

Markteinschätzungen

Kaufabwicklung / Ankaufberatung und Verkaufsoptimierung