Bottrop. Verbraucherzentrale gibt Tipps für die sichere Entfernung. Denn ein Schimmelbefall in Wohnungen birgt viele gesundheitliche Gefahren für die Bewohner.Schimmel in Wohnräumen ist nicht selten: Bis zu 40 Prozent der Menschen in Deutschland haben Umfragen zufolge bereits Erfahrungen mit dem unerwünschten Mitbewohner gemacht. „Ein Schimmelbefall ist nicht zwangsläufig dramatisch, aber ernst zu nehmen ist er immer“, sagt Anette Abraham von der Bottroper Verbraucherberatung.

 

Schimmelbildung in Wohnungen ist gefährlich für die Gesundheit

 

Denn zum einen ist Schimmel ein Warnsignal dafür, dass in der Wohnung ein Feuchteproblem besteht. Zum anderen kann er der Gesundheit schaden, etwa bestehende Atemwegserkrankungen verschlimmern. Um ein Schimmelproblem dauerhaft zu beheben, müssen Betroffene zunächst die Ursache für die Feuchtigkeit finden und beseitigen. „In vielen Fällen reichen richtiges Heizen und regelmäßiges Lüften mit weit geöffnetem Fenster schon aus“, sagt Anette Abraham. „Manchmal aber müssen zum Beispiel auch Leitungen abgedichtet werden.“

Manchmal müssen Profis ran

Die eigentliche Schimmelbeseitigung sollten Betroffene in schwereren Fällen Fachleuten überlassen. „Wenn der Befall größer ist als ein halber Quadratmeter, also größer als etwa ein Handtuch, oder wenn er tief in die Bausubstanz eingedrungen ist oder die Ursache unklar ist, sind auf jeden Fall Profis gefragt“, betont Anette Abraham. Auch wer unter Atemwegserkrankungen, Allergien oder Immunschwäche leidet, sollte sich nicht selbst an die Arbeit machen.

Gesunde Menschen aber können bei kleinen, oberflächlichen Schäden mit bekannter Ursache, etwa bei schwarzen Fugen oder verschimmelte Tapete hinter einem Bild, selbst aktiv werden. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, was sie dabei beachten sollten: Man sollte Haushaltshandschuhe tragen, gegebenenfalls auch Schutzbrille und Mundschutz. Man sollte dafür sorgen, dass bei der Arbeit kein Staub aufgewirbelt wird, weil sich sonst auch die Pilzsporen verteilen.Die Fenster sollten bei der Arbeit weit geöffnet sein, die Türen zu anderen Räumen geschlossen. Polstermöbel, Teppiche und Matratzen benötigen eine Schutzfolie. Verschimmelte Materialien gehören in einem dicht verschlossenen Kunststoffsack in den Restmüll. Die Arbeitskleidung sollte anschließend sofort gewaschen und der betroffene Raum gründlich geputzt werden. Die dabei benutzten Staubsauger sollten ein gutes Staubrückhaltevermögen besitzen.

Schimmel sollte entfernt und nicht nur abgetötet werden: Auch abgetötete Schimmelpilze können allergische Reaktionen hervorrufen oder schädliche Stoffe abgeben. Bloßes Überstreichen mit Anti-Schimmel-Farbe reicht nicht.